Psychosomatische Medizin


Depression

Depressiv (v. lat.: deprimere = „niederdrücken“) bezeichnet umgangssprachlich einen Zustand psychischer Niedergeschlagenheit. Man beginnt, sich selbst zu entwerten, fühlt sich müde, kraftlos und leer. Die Lebensfreude geht verloren. Typischerweise geht bei vielen Betroffenen einer Phase der depressiven Stimmung eine Zeit besonderer beruflicher oder familiärer Leistung und Beanspruchung voraus. Diese hat dann zur Erschöpfung und zum Aufbrauchen von Energiereserven geführt. Auch biologische Veränderungen wie hormonelle Veränderungen oder körperliche Erkrankungen können der depressiven Phase vorausgehen.

Auch Grenzerfahrungen wie der Tod von geliebten Menschen oder schwere Unfälle können eine depressive Phase auslösen.
Wenn die depressive Phase so ausgeprägt ist, dass die betroffene Person ihren familiären Aufgaben und ihren beruflichen Verpflichtungen nicht mehr nachkommen kann, spricht man von einer krankheitswertigen Depression. In der gegenwärtigen medizinischen Terminologie (ICD 10) lautet die Bezeichnung hierfür: depressive Episode.