Schmerztherapie


Schmerzen sind ein komplexes Phänomen und beileibe nicht nur ein körperlicher Vorgang. Emotionale und seelische Faktoren spielen beim chronischen Schmerz eine wichtige Rolle und müssen auch in der Behandlung berücksichtigt werden. Chronische Schmerzen entwickeln sich immer dann, wenn der Körper nicht mehr in der Lage ist, Schäden durch Selbst­heilungs­kräfte zu beseitigen. Die Schmerzstärke bei chronischen Schmerzen ist oft nicht mehr von der ursprünglich auslösenden Ursache abhängig. Wenn der Schmerz länger anhält, entwickelt sich eine sogenannte Schmerzkrankheit bzw. ein chronischer Schmerz. Chronische Schmerzen prägen die betroffene Person. Schmerzpatienten erleben Angst, Hoffnungslosigkeit und Verzweiflung und neigen daher zu depressiven Verstimmungen. Schmerzen führen

zu Schlafstörungen und zur Einschränkung der Lebensqualität. Die Betroffenen neigen dazu, sich zurückzuziehen, sie schränken die Kontakte zu Freunden und Verwandten ein.

Die Therapie chronischer Schmerzen ist daher immer eine umfassende und in verschiedene Fachrichtungen der Medizin hineinreichende Behandlung. Neben der medikamentösen Therapie gehören hierzu psychologische Verfahren und physikalische Methoden. Zu den Formen chronischer Schmerzerkrankungen gehören beispielsweise Kopfschmerzen, Rückenschmerzen, Schmerzen des Bewegungsapparates durch rheumatische Erkrankungen, Nervenschmerzen und Tumorschmerzen. In vielen Fällen ist bei chronischen Schmerzen eine medikamentöse Therapie unerlässlich. Es gibt viele unterstützende Maßnahmen, die Schmerzen positiv zu beeinflussen.